San Galgano

Freunde mittelalterlicher Sagen sollten das Kloster und die Kapelle von San Galgano in der Toskana besuchen. Denn hier wird immer wieder der Ursprung der Legende um König Artus und seinem magischen Schwert Excalubur vermutet. Und das nicht ohne Grund. Denn auf dem Hügel Montesiepi ist noch heute ein Schwert zu finden, das in einem Felsen steckt.

San Galgano Schwert

Der Sage nach gehörte dieses Schwert dem adeligen Galgano Guidotti, der im 12. Jahrhundert seinem vormals ausschweifenden Leben entsagte, um auf dem Hügel Montesiepi ein frommes und einsames Leben in einer Einsiedelei zu führen. Als Zeichen dafür, dass er der materiellen Welt entsagt, rammte er sein Schwert in einen Felsen, das bis zum heutigen Tag niemand wieder aus dem Stein herausziehen konnte. Heute kann San Galganos Schwert hinter Plexiglas gesichert in der Cappella di San Galgano a Montesiepi besichtigt werden.

 

Diese Kapelle wurde nach Galganos Tod von Zisterziensermönchen zu dessen Ehren erbaut. Bereits nach kurzer Zeit wurde die Kapelle für die wachsende Zahl an Mönchen jedoch zu klein, weshalb sie im Jahre 1224 am Fuße des Hügels die Abtei von San Galgano, die Abbazia San Galgano (englisch: San Galgano Abbey) errichteten.

Ruine San Galgano

Heute ist von der Abtei nur noch eine Ruine erhalten, das Dach des Sakralbaus ist schon vor vielen Jahren eingestürzt. Dennoch lassen sich die gotischen und burgundischen Einflüsse auf die Bauweise des Klosters noch immer deutlich erkennen. Der ungehinderte Blick auf den Himmel verleiht der Anlage, die heute auch für kulturelle Ereignisse genutzt wird, einen einzigartigen Charme. Häufig wird die Ruine zur Kulisse für Konzerte oder Theateraufführungen und lockt Jahr für Jahr zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt an.

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